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Mentaltraining mit Musik

!!! Obwohl unsere Website momentan noch eine Baustelle ist, funktioniert schon Einiges aber noch nicht alles. !!!

Auf der Bühne

Lampenfieber und Unbehagen bei Auftritten

Eine Ansage machen, etwas ankündigen, eine Rede halten, etwas moderieren, etwas präsentieren, einen Vortrag halten, eine Einlage oder ein Konzert als Sänger oder Musiker geben — das ist für viele eine schwierige Herausforderung. Manchem fällt es schon schwer einfach zu ein paar Leuten zu sprechen. Es gibt sogar professionelle Musiker und berühmte Künstler, die mit ihrer Auftrittsangst zu kämpfen haben. In ihrer Not suchen sie dann manchmal Hilfe bei Drogen oder Alkohol. Wenn damit das Betreten der Bühne schließlich gelingt, wird aber auch das, was auf der Bühne daraufhin passiert, durch solche ‚Hilfsmittel‘ beeinträchtigt: Der Künstler ist dann nicht in seiner vollen Kraft, und es ist fraglich, ob er (oder sie) dann die Erwartungen der Fans erfüllen kann. 

Bei anstehenden größeren oder kleineren Auftritten können auch verschiedene körperliche Begleiterscheinungen (Schwitzen, Zittern, Herzklopfen, Bauchschmerzen …) auftreten und der Person das Leben zusätzlich schwer machen. Das eigentliche Problem sitzt aber zwischen den Ohren: Auftrittsangst ist emotionaler Stress. Die Zuhörer, Partygäste, an der Speisetafel Versammelten oder das Konzertpublikum sind in der Regel keine wirkliche Bedrohung. 

Ein bisschen Lampenfieber ist eigentlich ganz hilfreich: Es bringt dich sozusagen ‚auf Betriebstemperatur‘. Problematisch wird es, wenn du richtiggehend blockiert und in einem hohen Erregungszustand bist. Mentales Training mit Musik kann dir dabei helfen die Blockade zu lösen und dich auf die Herausforderungen einzustellen.

Das Publikum ist wunderbar nachsichtig. Es verzeiht alles außer Genie. (Oscar Wilde)


Mentales Training: Einstellung auf einen bevorstehenden Auftritt

Beginne das Training, wenn die bevorstehende problematische Aktion noch in sicherem zeitlichem Abstand vor dir liegt. Schätze zunächst mit Hilfe der Emotions-Skala ein, wie unangenehm sich die Herausforderung für dich anfühlt, wenn du daran denkst. Starte die Musik, höre sie über Kopfhörer und beschäftige dich zwei bis drei Minuten mit anderen Dingen. Das können irgendwelche leichte automatisierte Tätigkeiten sein, ein Blick aus dem Fenster oder irgendwas Neutrales. Dann denke an dein Problem, während die Musik weiterläuft.

Variante A: Denke an ein zurückliegendes Erlebnis

Erinnere dich an eine Situation, in der das Problem aufgetreten ist. Versetze dich gedanklich an den entsprechenden Ort und in die Zeit. Sieh, wer und was dich umgibt. Höre, was um dich herum passiert, auch deine eigenen Geräusche und deine eigene Stimme. Spüre die Temperatur, die Luft, den Untergrund auf dem du dich befindest. Wie riecht es dort? Nimm das unangenehme Gefühl wahr, das in dir ist. Spürst du körperliche Auswirkungen? Bleibe gedanklich in der Situation während die Musik weiterläuft. Wenn sich das Gefühl ändert kannst du das neu einschätzen. Gibt es einen anderen Wert auf der Skala? 

Variante B: Stell dir den möglichen Ablauf vor

Stell dir vor, wie das Ereignis beginnt. Du trittst in Aktion. Sieh, wer und was dich umgibt. Höre, was um dich herum passiert, auch deine eigenen Geräusche und deine eigene Stimme. Spüre die Temperatur, die Luft, den Untergrund auf dem du dich befindest. Wie riecht es dort? Nimm das unangenehme Gefühl wahr, das in dir ist. Spürst du körperliche Auswirkungen? Bleibe gedanklich in der Situation während die Musik weiterläuft. Wenn sich das Gefühl ändert kannst du das neu einschätzen. Gibt es einen anderen Wert auf der Skala?

Wiederhole das Training einige Male (z. B. an den folgenden Tagen). Dabei kannst du innerlich mit dem Anblick des Publikums spielen: Nimm die Farbe heraus, dann mach das schwarzweiße Publikum kleiner, indem du es von dir weg schiebst. Trainiere weiter, bis du den Wert deiner Einschätzung auf der Skala auf -1 oder 0 heruntergebracht hast.

Schließe das Training (möglichst am Tag des Ereignisses oder sogar unmittelbar davor) ab, indem du dir vorstellst, wie du deine Herausforderung meisterst. Visualisiere das, während du die Trainings-Musik hörst. Du siehst und hörst dich selbst dabei, (als ob du einen Film anschaust) wie du erfolgreich in Aktion bist und deine Aufgabe erfüllst. Nimm auch die Reaktion des Publikums wahr und spüre die allgemeine Stimmung, die dort herrscht. Bleibe eine Weile in dieser Beobachterposition und beende dann das mentale Training.

Du kannst dich jetzt deiner Herausforderung stellen.

pfhh